Briefpost

Übermorgen feiert mein Sohn seinen neunzehnten Geburtstag. Schon anlässlich seines letzten Wochenendurlaubs teilte er uns mit, dass er an seinem Geburtstag wohl kaum zu Hause sein werde, sondern erst am Freitag danach. Ich muss es akzeptieren, wir können ja auch einen Tag später noch feiern. Ich hoffe für ihn, dass er mit seinen Freunden und den Menschen, die ihn jetzt umgeben, einen schönen Tag verbringen wird. Nun hat aber sein Smartphone den Geist aufgegeben, es wurde uns gestern von einem Kollegen, der vorbeireiste, überbracht, damit wir es möglichst schnell zur Reparatur bringen. Das bedeutet – unterdessen kein Kontakt! Ich werde ihn weder anrufen und ihm gratulieren, noch wenigstens ein paar Geburtstags-emojis per Whatsapp senden können. Das ist dann doch ein wenig hardcore.

Wie Mütter so sind, kommt mir mitten in der Nacht – im Schlaf – der Geistesblitz: die gute alte Post! Am Morgen setzte ich mich vor einen Bogen Papier, schreibe ein paar Geburtstagsgrüsse darauf, klebe mit einem Kuss eine Briefmarke auf den Umschlag und ab geht die Post. Wie in guten alten Zeiten. Itay ist schon ein Jahr von zuhause weg, aber ich habe keine Ahnung, ob er eine Postadresse hat. So schreibe ich einfach seinen Namen und Kibbutz Soundso auf den Umschlag. Ich bin gespannt…

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