Ab und zu erledige ich meine Einkäufe online, ärgere mich dann aber meist über falsche oder beschädigte Ware.
An diesem Wochentagabend ist der Supermarkt auch noch ungewöhnlich stark überfüllt. An den Kassen drängen sich ungeduldige Kunden in langen Schlangen, die Einkaufswagen vollgepackt mit hoch aufgetürmten Warenbergen. Der Menschenansturm übertrifft sogar die Stosszeit vor Pessach.
Ich weiche auf die Selbstbedienungskassen aus, doch auch dort ist der Andrang gross. Die umständliche Kasse entpuppt sich als wahres Foltergerät, und es dauert gefühlt Stunden, bis ich mit meiner Beute endlich draussen bin.
„Habe ich irgendeinen Feiertag verpasst?“, frage ich meine Familienmitglieder, als ich endlich zu Hause ankomme.
„Das ist wegen dem iranischen Angriff“, murmelt Lianne, ohne den Blick von ihrem Telefon zu heben.
„Ach so!“ – alles klar! Daran habe ich gar nicht gedacht.
In den Medien überstürzen sich die Meldungen über einen möglichen bevorstehenden Angriff des Irans auf Israel. Vielleicht heute Nacht? Sicher aber spätestens am Wochenende! So geht es schon seit mehr als zwei Wochen.
Ich weiche auf die Selbstbedienungskassen aus, doch auch dort ist der Andrang gross. Die umständliche Kasse entpuppt sich als wahres Foltergerät, und es dauert gefühlt Stunden, bis ich mit meiner Beute endlich draussen bin.
„Habe ich irgendeinen Feiertag verpasst?“, frage ich meine Familienmitglieder, als ich endlich zu Hause ankomme.
„Das ist wegen dem iranischen Angriff“, murmelt Lianne, ohne den Blick von ihrem Telefon zu heben.
„Ach so!“ – alles klar! Daran habe ich gar nicht gedacht.
In den Medien überstürzen sich die Meldungen über einen möglichen bevorstehenden Angriff des Irans auf Israel. Vielleicht heute Nacht? Sicher aber spätestens am Wochenende! So geht es schon seit mehr als zwei Wochen.
Für mich gilt das Motto „Lebe den Moment“ – sonst wäre es zum wahnsinnig werden. Offensichtlich decken sich jedoch viele Israelis mit Notvorräten ein, aus Angst, dass sie für einige Tage ihre Wohnungen nicht verlassen können.
Ich bin zum Glück keine ängstliche Person. Das ist ein grosser Vorteil, wenn man drei Kinder hat und in Israel lebt. Schon in meinem zweiten Jahr in dem exotischen Land (1990) wurde Israel aus dem Irak gezielt mit Scud-Raketen angegriffen. Aus Angst vor chemischen Waffen mussten wir einige Wochen lang rund um die Uhr Gasmasken mit uns tragen. Seither habe ich mehrere Kriege und Angriffe miterlebt. Mich bringt so leicht nichts aus der Ruhe.
Ich bin zum Glück keine ängstliche Person. Das ist ein grosser Vorteil, wenn man drei Kinder hat und in Israel lebt. Schon in meinem zweiten Jahr in dem exotischen Land (1990) wurde Israel aus dem Irak gezielt mit Scud-Raketen angegriffen. Aus Angst vor chemischen Waffen mussten wir einige Wochen lang rund um die Uhr Gasmasken mit uns tragen. Seither habe ich mehrere Kriege und Angriffe miterlebt. Mich bringt so leicht nichts aus der Ruhe.
Dass es meiner Bloggerkollegin Schreibschaukel während ihres Urlaubs hier in Israel etwas mulmig zumute war, finde ich fast ein wenig lustig.
Wenn ich heute meinen eigenen Beitrag über den Grossangriff aus dem Iran vom Oktober 2024 lese, überrascht mich meine Ruhe jedoch ehrlich gesagt selbst.
Bin ich naiv?
Leichtsinnig?
Oder ist es einfach nur dicke Haut?
Ich weiss es nicht. Ich hoffe nur, dass wir alle für meine Sorglosigkeit nicht bestraft werden.
Vielleicht ist meine Ruhe Stärke. Vielleicht ist sie Verdrängung. Sie ist auf jeden Fall das, was man braucht, um hier weiterzuleben.
Unterdessen wünsche ich mir sehnlichst, die Menschheit würde eine Pause im Kriege-Spielen einlegen – und sich ernsthaft mit einer Lösung für das Einkaufsproblem befassen.