Meine erste Bekanntschaft mit Mimosen machte ich als Jugendliche an der Basler Fasnacht. Damals, wie auch noch heute, werden die gelb-blonden Zweige des Mimosenstrauchs zusammen mit Räppli, Orangen, Süssigkeiten und verschiedenem Gemüse am "Cortège" von den Wagen in die Menschenmenge geworfen. Warum ausgerechnet Mimosen? Das wissen nicht einmal die Hardcore-Fasnächtler. Vielleicht schlicht und einfach, weil die «drey scheenste Dääg» in die Blütezeit der Mimose fallen? Oder vielleicht auch, weil ihre Farbe so gut zum Gelb der Waggisperücken passt?
Über die Herkunft der Mimosenzweige
machte ich mir in Basel nie Gedanken. Vielleicht aus Frankreich, oder Italien, lese ich
auf Wikipedia.
Heute kenne ich die Mimosensträuche in Israel, wo sie gerade jetzt zur Blütezeit als wahrer Mimosendschungel das ganze Sharongebiet in leuchtendes Gelb tauchen. Die Pflanze soll in Israel aber gar nicht heimisch sein, sondern invasiv, lese ich.
Aber das ist mir egal, ich freue mich einfach über das sonnige Gelb, das am Morgen auf dem Weg zur Arbeit die Strasse säumt und so wunderbar zum jetzt im Frühling noch tiefblauen Himmel passt. Was für eine Blüten- und Farbenpracht! Fast immer denke ich bei diesem Anblick an die vereinzelten Zweige, die zur dieser Jahreszeit an der Basler Fasnacht das düstere Nebelgrau überstrahlen.
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